Mittwoch, 19. April 2017

Muss Gott sich langweilen?

Foto (c) D. Schiller
Endlich Frühling? Für Gott könnte es auch heißen: schon wieder Frühling. Hat er nicht gesagt, dass Saat und Ernte, Frost und Hitze, die verschiedenen Jahreszeiten, in dieser Welt nicht aufhören werden? Immer wieder dieselbe alte Leier. Wie oft musste Gott das schon miterleben? Wie viele Male hat sich für ihn schon der Globus gedreht? Irgendwie könnte es ihm dabei ja schon langweilig geworden sein. Und nicht anders war es ja vielleicht schon vor der Erschaffung der Welt. Martin Luther soll einmal von einem Schüler gefragt worden sein, was Gott denn vor der Erschaffung der Welt gemacht habe. Da habe Luther aus dem Fenster gezeigt und geantwortet: Gott hätte da draußen in dem Wäldchen gesessen und für Jungens mit diesen dummen Fragen Ruten geschnitzt.
Immer derselbe Trott, nicht wirklich Abwechslung, das sagt auch die Bibel selbst. So heißt es im Buch Prediger: „Was früher geschehen ist, wird wieder geschehen; was man früher getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne!“ (Buch Prediger, Kapitel 1, Vers 9)
So können aber wohl nur menschliche Meinungen sein – auch wenn sie vom damals klügsten Menschen seiner Zeit, dem König Salomo, stammen. Aus Gottes Sicht gibt es da anderes zu berichten, meint Dorfpastor. Gott wurde nicht erst ein Gott der Liebe als er uns Menschen sah und diese Welt gemacht hat, sondern erlebte schon vor Erschaffung der Welt die Ewigkeit als eine unendliche Liebe in der Dreieinigkeit, wie es kaum mit menschlicher Liebe vergleichbar ist. Doch so viel wissen wir: Liebe zu erfahren, ist immer schön und kann unendlich spannend sein. Wenn Gott Liebe ist, dann kann er sich gar nicht langweilen.
Foto (c) D. Schiller
Und das ist ja auch der Grund, warum Gott tagtäglich das Wagnis mit uns neu eingeht, die Liebe nicht zu beenden oder gar die Beziehung zu uns aufzukündigen und alle Kommunikation einfach abzubrechen. Bei Gott gibt es nicht nur immer wieder neue Jahreszeiten, nein auch die tagtägliche Dosis Liebe in unendlicher Reichweite – täglich erneut, ohne dass es Gott ermüden müsste.
Ein Prophet aus dem Alten Testament schrieb: „Die Güte des HERRN hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr!“
Vielleicht solltest du dich mal ehrlichen Herzens dazu stellen, wenn dich der Tag langweilt. Vielleicht stellst du dann überraschend fest, dass Glaube für Menschen in einer echten Beziehung zu Gott gar nicht langweilig sein muss.

Einen spannenden Zeit wünscht dir Dorfpastor!

Freitag, 10. März 2017

Schlanker und älter werden?

Schlanker und älter werden? Geht das überhaupt? Du kennst das: du hast Geburtstag, aber so richtig freust du dich zeitweise nicht. Tief in deinem Herzen spürst du den Gedanken, dass du nicht nur ein Jubiläum feierst, sondern schon wieder ein Jahr älter geworden bist. Schon wieder scheint etwas vom Leben verloren zu gehen und dein Körpergewicht hat sich im letzten Jahr ganz auf den Trend des Älterwerdens eingestellt: du hast zugenommen. Alle Bemühungen, die biologische „Uhr“ anzuhalten, waren vergeblich, auch wenn das Essen manchmal aus- und abgewogen war. Vielleicht gab es mal ein kleines Erfolgserlebnis, aber dann einen Jo-Jo-Effekt, weil die Lust auf Leckeres nicht abgenommen hat. Oder nach ein, zwei Kilos weniger blieb die Waage einfach stehen, als hätte jemand die Waage blockiert. Abnehmen und älter werden scheinen nicht zusammen zu passen.
Foto (c) BiBu
Neulich erlebte Dorfpastor eine noch größere Enttäuschung. Es war bei einem Besuch seiner Tochter in der Ferne. Dort stellte er sich auf eine moderne, digitale Waage. Voller Zuversicht glaubte er, dass die ja doch nun einige Kilos weniger anzeigen müsste, weil es nämlich direkt nach einem Urlaub mit viel sportlicher Betätigung war. Und dann der Schock: die Waage zeigte nicht weniger, sondern mehr an.
Dorfpastor hat seiner Tochter signalisiert, dass er sie nun nicht so schnell wieder besuchen werde und ihre Waage wohl eine Lügenwaage sei. Immerhin zeigte die Waage bei Dorfpastor zu Hause zwei Kilo weniger an. Die Antwort der Tochter: dann wolle sie künftig auf Besuch kommen. Das brächte ihr in jedem Fall ein Erfolgserlebnis.
Die ständig hochkommende Frustration beim Versuch, abzunehmen kennen viele. Mancher hat schon vor etlichen Jahren die Jagd nach dem Ideal aufgegeben. Anders bei Johannes dem Täufer aus der Bibel. Mit Blick auf Jesus sagte er:  „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
Natürlich galt das nicht in Bezug auf seine Figur. Da müsste es ggf. umgekehrt sein, denn Johannes war sicher weniger kräftig gebaut als Jesus, der als Zimmermann gewiss kein schmächtiger Typ war. Aber gemeint ist ja die Frage nach der Bedeutung des Lebens. Johannes der Täufer merkte, dass die Menschen zwar vielfach zu ihm kamen, aber es doch eigentlich um Jesus gehen sollte. Aber auch das, gerade das, ist eine gute Lebenseinstellung. Viele Menschen, die seitdem bewusst nach Jesus fragen, haben es erlebt: wenn man sich nicht so wichtig nimmt, kann man Neues erfahren, glücklicher werden und nicht zuletzt sogar Fragen und Sehnsüchte beantwortet finden, von denen man bislang dachte, dass so etwas nicht möglich ist.
Wie immer und was immer du abnimmst: vielleicht entdeckst du, dass es tatsächlich Wichtigeres gibt, als gewisse eigene Idealvorstellungen zu erreichen, die dich ein Leben lang wie hinter einer Fata Morgana hinterherlaufen aber sie niemals erreichen lassen.
Komm endlich an deinem Ziel des Lebens an, entdecke, was dich auf Dauer glücklich und zufrieden macht.

Dass dies letztlich nicht ohne Gott sein kann, ist Dorfpastors tiefe Überzeugung. Aber dazu ein anderes Mal mehr. 

Samstag, 7. Januar 2017

Warum wir einen „Erdogan“ brauchen

Kaum zu glauben, wie aktuell in der Türkei gegen Regime-Kritiker durchgegriffen wird. Westliche Einflüsse versucht man, in den Hintergrund zu drängen. Manches der "westlichen" Informationen ist auch sowieso nicht empfehlenswert, wenn man an einen Bereich denkt, der zwar in der westlichen Welt teils unter der Rubrik Kultur rangiert, aber jeglicher guter Werte entbehrt. Da könnte eine Nachrichtensperre gelegen sein, findet Dorfpastor.
Foto (c) www.barbarasu.de 
Dass mit einer solchen Maßnahme aber auch anderes leidet, z.B. Religionsfreiheit, christliche Werte u.a., sollte dabei nicht verschwiegen werden. Darum ist Dorfpastor dankbar für alles Engagement für Glaubens- und Redefreiheit, wofür sich Christen nicht nur an der europäisch-asiatischen Grenze einsetzen.
Doch was Dorfpastor zu diesem Titel animierte, waren die täglichen Nachrichten, die jedem Internetnutzer sofort in die Augen springen, wenn man Seiten verschiedener Nachrichtenportale öffnet. Da scheint es „wichtige“ Meldungen über Menschen zu geben, die nichts anders wollen, als dass über ihr Privatleben berichtet wird. Mancher Promi verdient damit schließlich sein Geld.
Foto: Dt. Bibelgesellschaft
Aber müssen wir das wirklich wissen, was man bei einem Film- oder Schlagerstar XY zu Hause denkt, isst und welche Kleidung sie oder er gerade trägt und wo sie sich gerade aufhalten? Müssen wir wissen, ob er sich mit seiner Partnerin noch verträgt oder wie viel seine wiederholte Scheidung gekostet hat? Inhaltlich amüsieren wir uns zu Tode, um es mit einem Buchtitel des Medienforschers Neill Postman zu sagen.
Aber müssen wir gleich das Schlimmste denken? Dorfpastor findet, es reicht ja schon, wenn gerade jene, die vielleicht nicht mal bei Facebook in ihrem Freundeskreis erwähnt werden, sich unwichtig, unbedeutend und minderwertig vorkommen müssen.
Wir sollten uns nicht länger etwas vormachen lassen, als sei dies enorm wichtig - ganz im Gegensatz zu uns selbst. Wir sollten uns schon gar nicht minderwertig vorkommen, weil die Medien nicht mit uns, sondern anderen, für uns eigentlich unwichtige Personen, gefüllt sind. Wer da seiner Neugierde nicht Grenzen setzen kann, scheint einen „Erdogan“ zu benötigen, quasi eine Art Nachrichtensperre für diese „westlichen“ Inhalte. Sie könnten nicht nur Zeit-, sondern auch Lebensfresser sein.
Was hilft es, wenn ein Mensch alles mitbekommt, wer wo und wie lebt, aber dabei sein eigenes Leben nicht bewusst und individuell gestaltet? Gilt da nicht schon fast, was Jesus mal gesagt hat: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden nimmt an seiner Seele?“
Vielleicht sollten wir für ein bewussteres Leben nicht nur Zeiten in unserem Terminkalender blocken, sondern auch bestimmte Nachrichten, damit wir uns nicht zu Tode informieren, am eigenen Leben vorbei, damit wir uns wieder selbst und unsere Seele finden können. Das ist einer der ganz wichtigen Wünsche von Dorfpastor an dich in diesem Jahr.

Ach ja, ob da vielleicht das aktuelle christliche Jahresmotto relevant sein könnte? Es lautet: Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Die Bibel, Altes Testament, Prophet Hesekiel Kapitel 36, Vers 26). Wie wäre es mal beim morgendlichen Kaffee mit neuen, lebenswichtigen Nachrichten, vielleicht beim Lesen der „Guten Nachricht“, der Bibel?